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Eichwerder Ring
Von admin | 19.Juni 2009
Der Eichwerder Ring erhitzt die Gemüter. Zum einen natürlich die Anlieger der Marienstraße und Eichwerder Straße. Verständlich, so soll doch ein Großteil der innerstädtisch verkehrenden Fahrzeuge an ihren Grundstücken vorbeifahren, mit all den bekannten Nachteilen. Zum anderen haben wir aber auch die Bewohner der Breiten Straße, denen ein erheblicher Teil der zur Zeit bestehenden Verkehrslast abgenommen wird.
Inwieweit betrifft die Diskussion um den Eichwerder Ring aber den Eberswalder Durchschnittsbürger, der eben nicht direkter Anlieger ist?
Seit Jahren ist bekannt, dass die Eberswalder Innenstadt entwickelt werden muss. Wir wollen ein lebenswertes Zentrum, in dem Bürgerinnen und Bürger und Gäste unserer Stadt ein vielfältiges Angebot an kulturellen Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und Orten zum Verweilen und Wohlfühlen vorfinden.
Unstrittig ist auch, dass der Verkehr der Breiten Straße erheblich diese Entwicklung beeinträchtigt!
Ist man konsequent, kommt man an der Reduzierung des Verkehrs in der Breiten Straße nicht vorbei.
Alternativen wären:
- Breite Verteilung des Verkehrs, in dem viele kleinere Straßen den Verkehr aufnehmen,
- Nutzung einiger weniger vorhandener Straßen, die den Großteil der Last tragen oder
- Nutzung neuer Trassen
Eine vorhandene Strecke ist durch die Bollwerkstraße, Marienstraße und Eichwerder Straße gegeben. Betrachtet man diesen Eichwerder Ring nur für sich, so stellt er eine Alternative zur Breiten Straße dar. Man verlagert aber viele Probleme nur an eine andere Stelle, und dies mit dem Risiko, dass die Vorstellungen über einen funktionierenden Verkehrsfluss nicht realisiert werden können.
Der Eichwerder Ring nur für sich stellt keine Lösung des innerstädtischen Problems dar, insbesondere, da der südliche Bereich der Breiten Straße unbeeinflusst bleibt.
Bleibt nur noch eine östlich der Breiten Straße liegende Straße – die gibt es aber nicht. Bei Untersuchung mehrerer Trassen blieben drei Lösungsmöglichkeiten diskussionswürdig: Ostender Höhen, Schellengrund und Hausbergtrasse (bereits 1994 wurde eine Hausbergtrasse verworfen, die aktuell untersuchte ist eine andere!). Während der Weg über die Ostender Höhen vielleicht noch von einigen Ostendern als sinnvoll erachtet wird, so ist er als Ersatz für Breite Straße ungeeignet.
So bleibt es dabei, eine Diskussion über eine Schellengrundtrasse oder Hausbergtrasse zu führen, mit der Voraussetzung, dass beide Trassen uneingeschränkt untersucht werden.
Topics: Politische Themen | 2 Kommentare »


26.Juni 2009 at 13:29
Eine Null Lösung währ ebend genau was der Name sagt keine Lösung für den Verkehr in der Eberswalder Innenstadt.
Viele Anwohner der betroffenen Straßenzüge sind verständlicher Weise nicht sonderlich erfreud über die Vorstellung eines deutlich höheren Verkehrsaufkommens vor Ihrer Tür.
Die Last des Verkehrs auf viele Leute zu verteilen ist jedoch eine Handlung nach dem Solidar-Prinzip.
Das die Anwohner nun vor allen für eine Entlastende Infrastrucktur-Maßnahme für alle Eberswalder zahlen sollen ist sicher ein berechtigter Einwand. Leider ist es aber nach Gesetz und Buchstaben des Landes Brandenburg nicht anders möglich. Hier kann die Komunalpolitik nichts ändern.
Von jedem der Sich in diesem Punkt verständlicher Weise ungerecht behandelt fühlt erwate ich das er Seinen (von Ihm gewählten) Landtagsabgeordneten wendet um diese gesetzliche Schieflage zu beseitigen. Denn nur eine Gesetzesänderung im Landtag kann hier etwas ändern.
2.Juli 2009 at 13:33
Wir als Stadtverordnete haben nicht nur gegenüber den Betroffenen eine Verpflichtung, sondern insbesondere gegenüber allen Eberswalder Bürgern und der Zukunft von Eberswalde.
Diese Entscheidung ist für die Zukunft und Entwicklung unserer Innenstadt immens wichtig. Wir haben nun die Chance diese schon lang diskutierte Umgehung endlich zu schaffen.
Es wird keine leichte Entscheidung sein aber sie muß für eine moderne Stadt Eberswalde getroffen werden. Leider sind Politiker fast nie in der Situation eine Entscheidung im Sinne aller treffen zu können.
Eine Umgehung kann aber auch nur eine echte Umgehung sein wenn wir künftig die komplette südliche Breite Straße (inkl. der Schule) umgehen und gleichzeitig eine Anbindung an die L23 und noch B167 schaffen. Eine dauerhafte kleine Umgehung kann nicht die Lösung sein!